Wing Chun Gong Fu

Wing Chun Gongfu (Mandarin: Yongchunquan) ist eine von über 500 verschiedenen Stilarten des Gongfu.
Dank seiner logisch aufgebauten Direktheit dient Wing Chun zur effizienten Selbstverteidigung.
Der Stil wurde ca. 1760 während der Qing-Dynastie von der Nonne Ng Mui (NING MUI) im legendären Kloster Shaolin entwickelt. Wing Chun Chuan galt für die Mönche, die 15 Jahre lang die 'harten' Shaolin-Stile ausgeübt hatten, als Geheimlehre.
Wing Chun erhöht die Effizienz der Trainierenden durch den Einbezug folgender, revolutionären Aspekte:

  • Gleichzeitigkeit (von Abwehr und Angriff)
  • Ausrichtung auf die Zentrallinie (Median-Sagittalschnittebene)
  • Gefühlsschulung (Reflexübungen)

Im Wing Chun geht es nicht um die Ausübung von Kraft gegen Kraft (die/der Stärkere gewinnt).
Durch gezielte Übungen lernt man, die gegnerische Kraft zum gleichzeitigen Konterangriff zu nutzen, also seine Schwachstellen zu schützen und gleichzeitig die des Gegners zu treffen.
Zudem werden die Reflexe beträchtlich verbessert.
Da alles mehr auf Können und Taktik als auf Kraft beruht, wird es auch einem körperlich unterlegenen Menschen möglich, sich gegen einen viel stärkeren erfolgreich zu verteidigen. Dieser Stil ist daher besonders auch für Frauen und Kinder geeignet.