Was ist Gongfu?

Gongfu (chin., Fähigkeit; auch Kung Fu, Kuoshu oder Wushu genannt) ist der gebräuchliche Oberbegriff für alle chinesischen Kampfkunst-Arten. Deren Ursprünge gehen bis in die Yao-Periode, ca. 2'800 Jahre vor unserer Zeitrechnung, zurück. [Anmerkung: Budo ist der Überbegriff für alle japanischen Stile, wie Aikido, Iaido, Judo, Ju Jutsu, Karate, Kendo, Kyudo usw.]

Gongfu beinhaltet die körperliche und geistige Auseinandersetzung mit sich selbst. Zuerst wird der Körper geschult, Bewegungen werden koordiniert - die Grundlage für eine effiziente Selbstverteidigung. Später werden sich die Trainierenden unweigerlich mit dem weiterführenden Aspekten des Gongfu befassen, zum Beispiel dessen Philosophie. Die durch feste, gegebene Bewegungsabläufe (Formen) und Partnerübungen erzeugten Energien und Kräfte werden nicht nur rein körperlich angewandt, sondern dienen auch der Meditation, gezielten Heiltechniken und der Stärkung des Vertrauens.

Jeder Gongfu-Stil umfasst folgende drei Trainings-Aspekte

  • Formen
  • Anwendungen
  • Meditation

Ziel des Trainings ist die Vereinigung dieser drei Bereiche zur Erreichung einer körperlichen und geistigen Harmonie - 'die eigene Mitte finden'.